eSIM sperren lassen – so geht man vor bei Diebstahl, Betrug oder Problemen

eSIM sperren lassen – so geht man vor bei Diebstahl, Betrug oder Problemen – Wenn das Handy verloren geht, entweder weil man es hat liegen lassen oder es gestohlen wurde, ist in der Regel auch die Simkarte mit weg. Das kann zu einem Problem werden, denn mit Zugriff auf die Sim können unbefugt hohe Kosten verursachen oder die Nummer für Straftaten missbrauchen.

Diese Gefahr besteht ebenso bei fest verbauten eSIM, in dem Fall gibt es aber den Vorteil, dass man die Simkarte nicht einfach so aus dem Gerät nehmen kann. Die Sicherheitssysteme des Handys schützen in diesem Fall auch die Simkarte (beispielsweise durch Fingerabdruck-Scanner). Der Zugriff auf die Sim wird damit schwerer, aber nicht unmöglich.

Sind die Sicherheitssysteme des Smartphones ausgehebelt, ist der Zugriff auf die eSIM oft sogar noch einfacher möglich, da die eSIM meistens ohne PIN ausgeliefert werden. Wer nicht aktiv selbst die PIN der eSIM aktiviert hat, läuft daher Gefahr, dass die eSIM auch nach einem Neustart der Geräte noch problemlos genutzt werden kann.

Man sollte daher in jedem Fall bei Verlust des Smartphones auch die eSIM sperren lassen und sich nicht nur auf die eingebauten Sicherheitssysteme verlassen.

Generell gilt bei der eSIM das Gleiche wie auch bei normalen Simkarten: bei Verlust schnell reagieren und besser einmal zu viel sperren als dass dann hohe Kosten generiert werden. Danach benötigt man eine neue Sim Karte oder einen neuen Aktivierungscode für die eSIM.

So sperrt man die eSIM

Die einfachste Art, um eine eSIM zu sperren ist der Sperr-Notruf 116 116. Diese Kurzwahl wird von vielen Anbietern unterstützt und leitet die Sperre rund um die Uhr an den richtigen Anbieter weiter. Auf diese Art und Weise kann man unabhängig vom Anbieter die eSIM sperren lassen – in der Regel werden dafür nur die wichtigsten persönlichen Daten und die Rufnummer abgefragt um die Sperre zu legitimieren.

Daneben bieten viele Anbieter auch spezielle eigenen Sperr-Notrufe an, mit denen man die Simkarten ebenfalls rund um die Uhr sperren lassen kann. Diese findet man unter den Kontaktdaten des eigenen Anbieters, wichtige Anbieter haben wir hier nochmal zusammengestellt:

  • Congstar: Telefon: 0221 79 700 700
  • ALDI Talk: Telefon: 0177 177 1157 (bisher allerdings noch keine eSIM)
  • Drillisch (PremiumSIM, Handyvertrag.de, Smartmobil, DeutschlandSIM, winSIM, discoTEL, simply und mehr): Telefon: 06181 7074044
  • Mobilcom-debitel: Telefon: 040 5555 41 200
  • 1&1: Telefon: 0721 9600
  • Blau: Telefon: 0177 177 1160
  • Telekom: Telefon: 0800 330 220 2
  • Vodafone:  Telefon: 0800 172 1212
  • O2: Telefon 0176 888 55 222 (Vertrag) oder 0176 888 55 282 (Prepaid)

eSIM schützen – PIN aktivieren

Um die eSIM besser zu schützen, sollte man die PIN der Simkarte zusätzlich zur Handypin aktivieren.

Das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt den PIN Schutz bei Simkarten in jedem Fall:

Achten Sie darauf, dass die PIN Ihrer SIM-Karte und die Bildschirmsperre Ihres Telefons stets aktiviert sind. Auch sensible Anwendungen, wie Onlinebanking sowie Online-Käufe per App sollten möglichst mit einer PIN oder einem Passwort geschützt werden. Ersetzen Sie voreingestellte Sperrcodes durch eine eigene Kombination. Achten Sie auf Zahlenkombinationen, die nicht leicht zu erraten sind und vermeiden Sie logische Abfolgen wie 12345 oder Geburtstage. Es besteht zum Teil auch die Möglichkeit, Geräte per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung zu entsperren.

Bequemer, aber nicht ganz so sicher: Das Gerät lässt sich über das Betriebssystem mit einer Mustersperre entriegeln. Dabei ziehen Sie mit dem Finger eine bestimmte Spur über den Bildschirm. Achten Sie dabei darauf, dass Wischspuren Ihres Fingers nicht das Muster verraten, indem Sie den Bildschirm Ihres Geräts regelmäßig reinigen. Ob PIN oder Muster: Sorgen Sie für einen Sichtschutz bei der Eingabe, damit niemand Ihre Kombination ausspähen kann.

Die Aktivierung ist dabei kostenfrei, alle Details haben wir in diesem Artikel zusammengefasst: PIN und PUK bei der eSIM

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